Eine Initiative niedersächsischer Kreislandvolkverbände

Eine Initiative niedersächsischer Kreislandvolkverbände

Warum demonstrieren unsere Landwirte?

Die Landwirte erheben ihre Stimmen, und die Gründe dafür sind vielfältig. 

Die jüngsten Entscheidungen der Regierung, die bisher geltenden Steuererleichterungen für Diesel und landwirtschaftliche Fahrzeuge zu streichen, stoßen auf massiven Widerstand. Zwar wurden einige Maßnahmen bereits zurückgenommen, dennoch erwies sich dieser Einschnitt als Tropfen, der das Fass sprichwörtlich zum Überlaufen brachte. Vor allem die mangelnde Einbindung der Landwirte in diese weitreichenden Entscheidungen ist ein großer Kritikpunkt.

Ackerbau: Ständig neue Vorgaben

Bereits in der Vergangenheit wurden bedeutende Entscheidungen getroffen, deren Umsetzung sich in der Landwirtschaft als problematisch erwiesen haben. Im Ackerbau stellen sich Landwirte seit Jahren neuen Vorgaben und Auflagen. Die ständig wechselnden Düngeregeln, insbesondere in den roten Gebieten, sorgten für Unsicherheit und lösten bereits 2019 große Bauernproteste aus. Die neue Gemeinsame Agrarpolitik brachte teilweise unnötige Auflagen mit sich sowie Kürzungen der Flächenprämie. Die Folge: Ein Teil der Flächen wird ohne Entschädigung dauerhaft stillgelegt. Die finanziellen Einbußen tragen die Landwirte allein. DerGreen Deal 2023 führte zudem zu quälenden Diskussionen über Pflanzenschutzverbote.

Jede Veränderung, jede neue Vorschrift bedeutet eine ständige Neuausrichtung der landwirtschaftlichen Arbeit. Die Maßnahmen der letzten Jahre und Jahrzehnte fallen so sehr ins Gewicht, dass sie die Existenz unserer Landwirte bedrohen.

Tierhaltung: Keine klare Linie

Auch in der Tierhaltung fehlt es an klaren Perspektiven seitens der Politik: Seit Jahren sehen sich unsere Landwirte mit Forderungen nach einem Umbau konfrontiert. Verschärfte Haltungsbedingungen, erhöhte Dokumentationsanforderungen und ständige Kontrollen führen zu Frustration und Stillstand. Die Landwirte stehen vor der Herausforderung, eine gesellschaftlich gewünschte und tragfähige Tierhaltung zu gestalten, ohne klare Leitlinien.

Es gibt auch allgemeine Schwierigkeiten, wie weniger Geld für die Altersvorsorge sowie weniger Unterstützung bei Krankheiten. Dazu kommt der Ärger über das Management von Problemen wie dem Wolf und Sorgen über Umweltthemen wie die Wiedervernässung von Mooren.

Die Landwirte fühlen sich von der Politik im Stich gelassen, weil es keine klaren Perspektiven für ihre Arbeit gibt.

Wettbewerbsverlust im europäischen Vergleich

Die Summe dieser Entscheidungen hat bereits zu einem Verlust an Wettbewerbsfähigkeit geführt, und die neuen Einschränkungen vom Dezember 2023 verschärfen die Lage weiter. Bei dem Wegfall der der Agrardieselrückvergütung und dem Wegfall der Kfz-Steuerbefreiung für land- und forstwirtschaftlich genutzte Fahrzeuge handelt es sich nicht um Subventionen oder einen Bonus, sondern um Steuererhöhungen.

Die Reduzierung der Kraftstoffsteuer in Deutschland sorgt für einen gerechteren Wettbewerb innerhalb der EU und faire Chancen für deutsche Produkte auf dem Weltmarkt. Die Streichung dieser Unterstützung bedeutet, dass die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft sinkt, da zahlreiche Länder Europas ihren Landwirten diese Steuererleichterungen einräumen.

Die Befreiung landwirtschaftlicher Fahrzeuge von der Kfz-Steuer erfolgte aufgrund der Feststellung, dass diese überwiegend auf nicht-öffentlichen Straßen und vor allem auf ihren Äckern unterwegs sind. Bundesstraßen und Autobahnen werden von ihnen kaum befahren. Die Kfz-Steuer ist aber vorrangig zu deren Erhalt und Pflege da.

Die finanziellen Auswirkungen der anstehenden Steuererhöhung sind enorm: Jeder Landwirt verliert im Durchschnitt 10 % seiner Einnahmen, also mehrere Tausend Euro, was sich direkt auf sein Betriebsergebnis auswirkt. Doch diese Belastungen können die Landwirte nicht wie andere Branchen einfach an die Verbraucher weitergeben, da die Preise für Lebensmittel auf dem Weltmarkt durch Börsen und den Groß- und Einzelhandel bestimmt werden. Diese Planungsunsicherheit bedeutet einen Verlust, der weit über Zahlen hinausgeht, da notwendige Investitionen nicht nachhaltig und wirtschaftlich geplant werden können.

Landwirtschaft mit Zukunft – aber wie?

Die Herausforderungen der Landwirtschaft sind vielfältig – vom notwendigen Strukturwandel über die Einsparung von Emissionen bis hin zum Wandel der Tierhaltung. Neue politische Anforderungen erschweren eine langfristige Planung und schüren Ängste vor der Zukunft. Zugleich zeigt die Politik kein klares Bild auf, wie eine gesellschaftlich gewünschte und tragfähige Landwirtschaft in Zukunft aussehen kann. Die Entscheidungen der Regierung gefährden nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft, sondern auch ihre Zukunftsfähigkeit.

Dabei ist die lokale Landwirtschaft DER Schlüssel zu einer zuverlässigen Versorgung mit guten Lebensmitteln, zu Nachhaltigkeit und zu einem respektvollen Umgang mit Mensch und Tier.

Es ist an der Zeit, die Stimmen unserer Landwirte zu hören und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, die eine nachhaltige und faire Zukunft für alle ermöglichen.

Unsere Landwirte protestieren aus vielfältigen Gründen: Die Regierung hat kürzlich die Steuererleichterungen für Diesel und landwirtschaftliche Fahrzeuge gestrichen, was auf massive Ablehnung stößt. Auch die mangelnde Einbindung der Landwirte in diese Entscheidungen bleibt ein Kritikpunkt.

Besonders im Ackerbau und der Tierhaltung sorgen ständig wechselnde Vorgaben und Auflagen sowie fehlende Perspektiven seitens der Politik für Frustration. Die finanziellen Einbußen, die durch diese Maßnahmen entstehen, tragen die Landwirte allein und bedrohen die Existenz vieler Betriebe.

Diese Entscheidungen der Politik gefährden nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft innerhalb der EU, sondern auch ihre Zukunftsfähigkeit. Es ist an der Zeit, die Stimmen der Landwirte zu hören und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, die eine nachhaltige und faire Zukunft für alle ermöglichen.

Ja, ich habe bereits im letzten Jahr teilgenommen.

Ja, meine Daten haben sich nicht verändert.

ROADSHOW

Hier findet Ihr demnächst unsere Roadshowtermine für das Jahr 2023. 

Eure Landwirte – Echt grün besucht ganz Niedersachsen und disktutiert Themen rund um die moderne Landwirtschaft auf insgesamt 32 Terminen.

BIENENFREUNDLICHER LANDWIRT

Eine Aktion der niedersächsischen Kreislandvolkverbände für mehr Arten- und Insektenschutz

Die Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“ wird seit 2019 jährlich durchgeführt und immer mehr Höfe beteiligen sich daran. Alle Maßnahmen der Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“ werden kontinuierlich durch das LAVES Institut für Bienenkunde in Celle begleitet, evaluiert und weiterentwickelt. Um an der Aktion teilnehmen zu können, muss der Landwirt aus einem vorgegebenen Maßnahmenkatalog eine Mindest­anzahl an Punkten aus mehreren Kategorien erreichen. Maßnahmen zum Insektenschutz können somit sowohl auf der Hofstelle, auf Ackerflächen, auf Grünland oder durch die Kooperation mit Imkern und Umweltschützern umgesetzt werden.

Die Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“ dient dazu, Landwirte und Verbraucher für das Thema Arten- und Insektenschutz zu sensibilisieren und den Dialog zu fördern.

WAS IST DER BIENENFREUNDLICHE LANDWIRT?

Dieses Schild kennzeichnet die
Maßnahmen unserer Landwirte
zum Arten- und Insektenschutz

Ob auf dem Feld oder zu Hause im Garten:

Wie Du mit wenig Aufwand den Insekten helfen kannst

Ob Unkrautecken, Sandhaufen, rottendes Altholz oder ein schöner Staudengarten: Die Maßnahmen der Aktion Bienenfreundlicher Landwirt sind vielfältig! Nicht nur auf den landwirtschaftlichen Höfen und Flächen nutzen diese Bausteine den Insekten, sondern auch zu Hause im eigenen Garten.

Nachfolgend möchten wir Dir ein paar Tipps an die Hand geben, wie auch Du zu Hause etwas für die Insekten tun kannst.

Unkrautecken
Eine Rasenfläche kann auch gepflegt sein, wenn man Unkräuter durchkommen lässt. Gundermann, Gänseblümchen, Klee und Löwenzahn sind nur einige Beispiele, an denen sich Insekten erfreuen. Je seltener Du den Rasen mähst, desto mehr haben die Insekten davon und umso besser breiten sich die Wildkräuter in deinem Rasen aus.
Staudengarten
Stauden sind nicht nur für uns Menschen schön anzusehen, sondern bereiten auch den Wildbienen große Freude. Neben Astern, Borretsch oder dem Sonnenhut gibt es viele weitere Stauden­arten, die großen Nutzen für die Insektenwelt bieten.
Totholz
Rottendes Totholz erscheint auf den ersten Blick unästhetisch für einen Garten, doch bietet dieses den Insekten Unterschlupf und Deckung. Du überlegst, einen Bereich in deinem Garten abzutrennen? Dann versuche dies doch mal mit einer Wand aus Ästen zu realisieren, anstatt einen Zaun zu bauen. Neben einem schönen Sicht- und Windschutz hast Du so auch etwas für die Insekten getan.
Steinhaufen
Während ein Schotterbeet für Insekten keinen Mehrwert bietet, ist eine Anhäufung von Steinen oder eine Trockenmauer in einem ansonsten grünen Garten ein willkommener Unterschlupf für viele Kleintiere. Bepflanzt mit Frühlingsfingerkraut oder Mauer­pfeffer wird der Steinhaufen zu einem bunten Blickfang.

Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit – kurz: LAVES. Gesundheitsrisiken frühzeitig erkennen und wirksam bekämpfen, das ist unser Ziel. Zuverlässige Kontrollen, sichere Untersuchungen sowie unabhängige Informationen sind dabei die wichtigsten Instrumente. Das Bündeln aller Kompetenzen sorgt für Sicherheit und Transparenz „vom Feld auf den Tisch“.
Das Institut für Bienenkunde Celle des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist ein Kompetenzzentrum für alle Belange der Bienenhaltung und der angrenzenden Bereiche, wie Umweltmonitoring, Pflanzenschutz und Landwirtschaft. Durch überregionale Tätigkeit in den Bereichen Fortbildung, Forschung und Entwicklung hat das Bieneninstitut internationale Anerkennung.

In Zusammenarbeit mit dem LAVES INSTITUT
FÜR BIENENKUNDE
IN CELLE

Steinhaufen
Während ein Schotterbeet für Insekten keinen Mehrwert bietet, ist eine Anhäufung von Steinen oder eine Trockenmauer in einem ansonsten grünen Garten ein willkommener Unterschlupf für viele Kleintiere. Bepflanzt mit Frühlingsfingerkraut oder Mauer­pfeffer wird der Steinhaufen zu einem bunten Blickfang.

Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit – kurz: LAVES. Gesundheitsrisiken frühzeitig erkennen und wirksam bekämpfen, das ist unser Ziel. Zuverlässige Kontrollen, sichere Untersuchungen sowie unabhängige Informationen sind dabei die wichtigsten Instrumente. Das Bündeln aller Kompetenzen sorgt für Sicherheit und Transparenz „vom Feld auf den Tisch“.
Das Institut für Bienenkunde Celle des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist ein Kompetenzzentrum für alle Belange der Bienenhaltung und der angrenzenden Bereiche, wie Umweltmonitoring, Pflanzenschutz und Landwirtschaft. Durch überregionale Tätigkeit in den Bereichen Fortbildung, Forschung und Entwicklung hat das Bieneninstitut internationale Anerkennung.

In Zusammenarbeit mit dem LAVES INSTITUT
FÜR BIENENKUNDE
IN CELLE

Mediathek

Hofgeschichten

Landleben hautnah​

BIENENFREUNDLICHER LANDWIRT

Die Aktion für alle Mitglieder der niedersächsischen Kreislandvölker

Der „Bienenfreundliche Landwirt“ ist eine Aktion der niedersächsischen Landwirtschaft für mehr Artenvielfalt und einen besseren Insektenschutz. , Ein Thema das aktueller denn je ist, denn 75% aller Wild- und Kulturpflanzen werden durch Insekten bestäubt -natürlich auch alle unsere Nutzpflanzen. In der Landwirtschaft sind Insekten zudem nützlichen Helfern, da sie auch dafür Sorge tragen, dass bestimmte Schädlinge sich nicht weiter auf den Feldern ausbreiten. So frisst ein Marienkäfer täglich bis zu 200 Blattläuse.
Um Gutes zu tun und auch darüber ins Gespräch zu kommen, hat Echt Grün ein ganzes Paket an Maßnahmen zur Unterstützung aktiver Landwirte geschnürt.

Insekten, wie die vielfältigen Wildbienen, spielen eine wichtige und große Rolle in der Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen: 75% unserer heimischen Kultur- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen und andere Insekten angewiesen! Für gute Ernten und die ökologische Artenvielfalt von Pflanzen ist es daher unerlässlich, den Insekten den Lebensraum einzuräumen, den sie verdienen. Hierfür gibt es – nicht nur für uns Landwirte – eine Vielzahl von Maßnahmen, um dies zu bewerkstelligen.

Daraus ergeben sich natürlich auch große Chancen für den Umweltschutz zum Beispiel im Bereich Insekten, und diese Chancen wollen wir nutzen. Wir schnacken nicht, wir packen an: mit dem LAVES Institut für Bienenkunde Celle haben wir Maßnahmen entwickelt, wie wir – über unsere tagtäglichen Anstrengungen hinaus – Insekten besonders schützen können.

Ziel ist es, auch andere zu animieren – denn das Institut hat uns erklärt, dass tatsächlich Jede und Jeder mitmachen kann: jede Fensterbank und jeder Vorgarten zählen!

Berufe in der Landwirtschaft

Ganz anders als du denkst!

Ausbildung

In der Landwirtschaft kannst Du 14 verschiedene Ausbildungsberufe lernen. Die Vielzahl verschiedener Ausbildungsberufe bietet für Menschen mit unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten eine breite Auswahl der Berufswahl.
 
Informationen:
 

Berufliches Gymnasium

Wenn Du dein Abitur noch machen möchtest hast Du auch die Möglichkeit hierfür einen landwirtschaftlichen Schwerpunkt zu wählen.
 

Informations-PDF

Agrarstudium

Wenn du Landwirtschaft studieren möchtest, gibt es verschiedene Möglichkeiten, je nachdem welche Schwerpunkte und Ziele du hast. Du kannst Landwirtschaft an einer Hochschule oder Universität studieren.
Überblick:
 
Tiefergehende Informationen

Agrar studieren

Bildungsserver – Agrar studieren

EURE LANDWIRTE - ECHT GRÜN

Wer wir sind und wofür wir uns einsetzen

Wer wir sind

Die Landvolkverbände sind als Berufsverband die Interessenvertretung der niedersächsischen Landwirtschaft gegenüber Politik, Behörden, Gesellschaft und der Wissenschaft. Seit 2015 bündeln inzwischen sechzehn Kreislandvolkverbände ihre Image- und Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der Kampagne „Echt grün – Eure Landwirte“. Gemeinsam sind wir das Sprachrohr des zweitgrößten Wirtschaftsfaktors Niedersachsens. Mit unserer Öffentlichkeitsarbeit sorgen wir sowohl in den sozialen Medien als auch live und vor Ort für eine positive Wahrnehmung unserer Arbeit. Wir informieren über unsere Sicht der Dinge und zeigen auf, wie man verantwortungsvoll, nachhaltig und zukunftsgewandt Landwirtschaft gestalten kann. Mit über 50 Millionen Kontakten, sowohl auf dem Land wie auch in den Städten kommen wir so in den Dialog mit den Menschen in ganz Niedersachsen. Informieren Sie sich, was wir gemeinsam tun können und wo Sie uns treffen können.Wir sind nicht nur echt grün, ab Ende April 2023 sind wir auch echt nah: Im Rahmen unserer Roadshow besuchen wir mehrfach alle Mitglieds-Landkreise von Echt Grün. Auf der einen Seite informieren wir interessierte Mitbürger über moderne Landwirtschaft und unsere Lösungsansätze für eine sichere Versorgung Niedersachsens sowie einen nachhaltigen, umweltschonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen unserer Umwelt. Auf der andere Seite informieren wir interessierte Landwirte über neue Möglichkeiten und Chancen durch Innovationen und alternative Methoden in der Landtechnik und diskutieren gemeinsam mit Experten, was wie machbar ist. Alle Termine finden Sie hier bei uns im Kalender. Einen ausführlichen Rückblick dann in unseren Beiträgen auf Social Media und hier auf der Website.

NEWSCORNER

Hintergründe & Faktenchecks zu unseren aktuellen Themen